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Zum Abschied: Freiherr-vom-Stein-Medaille für Ulrike Hauffe

Bremer Landesfrauenbeauftragte wird vom Deutschen Städtetag für ihre Verdienste ausgezeichnet

Bremen. Ulrike Hauffe ist vom Deutschen Städtetag (DST) mit der Freiherr-vom-Stein-Medaille ausgezeichnet worden. Die Bremer Landesfrauenbeauftragte wurde für ihre Leistungen als Vorsitzende des Frauen- und Gleichstellungsausschuss des Deutschen Städtetags, der zu seiner Herbsttagung in Bremen zu Gast war, geehrt. 17 Jahre lang leitete Ulrike Hauffe, die Ende Oktober in den Ruhestand geht, den Ausschuss. Am Dienstag, 24. Oktober, wird sie nun auch im Bremer Rathaus offiziell aus ihrem Amt verabschiedet.

Über die besondere Auszeichnung des Deutschen Städtetags freute sich Ulrike Hauffe: „Diese Auszeichnung ist für mich eine große Ehre“, sagte die Landesfrauenbeauftragte. „Den Austausch und die Vernetzung von Frauen- und Gleichstellungspolitikerinnen in den Kommunen herzustellen und zu halten, war mir immer ein wichtiges Anliegen. Wir konnten und können viel voneinander lernen und Modelle guter Praxis aus allen Bereichen in andere Städte übertragen – das kommt unterm Strich allen Kommunen zugute. Der Frauen- und Gleichstellungsausschuss hat in meiner Wahrnehmung eine hohe Schlagkraft innerhalb des Deutschen Städtetags, und ich bin sicher, dass diese Kraft mit meiner Nachfolgerin nicht weniger wird.“ Zu ihrer Nachfolgerin wurde bei der Sitzung in Bremen Helga Hentschel, Abteilungsleiterin in der Berliner Senatsverwaltung, gewählt. Stellvertreterin wurde Sonja Leidemann, Bürgermeisterin der Stadt Witten.

Es war die 50. Sitzung des 1995 auf Initiative zahlreicher Bürgermeisterinnen im DST ins Leben gerufenen Ausschusses, der in der Regel zwei Mal im Jahr zusammenkommt, stets in einer anderen Stadt. Themen der diesjährigen Herbstsitzung waren u.a. der Zweite Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, hier insbesondere die Situation in den Pflege- und Sorgeberufen, aber auch der unbezahlten Care-Arbeit. „Die Aufwertung der Pflegeberufe ist ein sehr relevantes Thema für die Städte und Kommunen“, so Klaus Hebborn, Dezernent für Bildung, Kultur, Sport und Gleichstellung beim Deutschen Städtetag, „in den kommenden zehn Jahren werden eine Million Fachkräfte gebraucht werden. Hier müssen wir die Berufe aufwerten, Schulgelder abschaffen und eine Ausbildungsvergütung gewähren.“